Bachblüten: Wellness für die Seele

7176.pflanze_bluete.jpgBachblüten sind die Hausapotheke der Seele: Sie bringen das innere Gleichgewicht wieder ins Lot. Denn ohne innere Harmonie gibt es keine körperliche Gesundheit. Das glaubte zumindest Dr. Edward Bach und entwickelte seine Bachblüten-Therapie, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Die Seele der Blumen
Blumen beseelen nicht nur das Gemüt, sie besitzen selbst ebenfalls eine Seele. Das glaubte zumindest der englische Arzt und Homöopath Dr. Edward Bach in den 30er Jahren. Er entdeckte in Pflanzen Eigenschaften, die verschiedenen Gemütszuständen entsprechen. Und setzte speziell auf 38 wilde Gewächse, um die innere Balance der Menschen wieder ins Lot zu bringen. Bachs Theorie: Negative Seelenzustände wie Angst, Eifersucht oder Hass können den Körper krank machen. Um gesund zu werden, müssten die negativen Gefühle mittels harmonischer Schwingungen verbessert werden. Speziell aufbereitete Blütenessenzen sollen fehlende Energien zurück bringen. So verhilft Rosskastanie beispielsweise zu einer gesteigerten Lernfähigkeit, Stechginster zu mehr Zuversicht und Lärche zu mehr Selbstbewusstsein.

Seit 70 Jahren unverändert
Bachs Sortiment umfasst 38 Blütenessenzen, deren jeweilige Schwingungsfrequenz mit je einer negativen Seelenverfassung korrespondiert. Bei den Essenzen handelt es sich um Wasserauszüge aus den Pflanzen, die die jeweiligen ”Schwingungsmuster” enthalten. Diese Flüssigkeit wird mit Alkohol versetzt und im Verhältnis 1 zu 240 mit Wasser verdünnt. Diese Konzentration ist immer noch recht hoch: Bei der Anwendung muss die Essenz weiter verdünnt werden – 3 Tropfen auf ein 30 Milliliter-Fläschchen, das zu drei Vierteln mit Wasser und zu einem Viertel mit Alkohol aufzufüllen ist. Die Essenzen werden tropfenweise eingenommen, sollen aber auch helfen, wenn man ein Fläschchen bei sich trägt oder neben sich ans Bett stellt.

Von der Wiese ins Fläschchen
Die Herstellung der Blütenessenzen erfolgt auf zweierlei Weise. Bei der Sonnenmethode werden die Blüten bei voller Sonneneinstrahlung an einem warmen Sommertag gepflückt. Man gibt sie in eine Glasschale mit frischem Quellwasser, das idealerweise von einer Quelle in der Nähe des Standorts der Pflanze gezapft wurde. Es reicht aus, wenn die Blüten nur die Oberfläche des Wassers bedecken. Anschließend wird die Schale zwei bis vier Stunden in die Sonne gestellt, denn nach Edward Bach bringt die Sonne die Schwingung der Blüten in das Medium Wasser. So wird das Wasser energetisch imprägniert. Dann werden die Blüten herausgenommen und der Lösung die gleiche Menge Alkohol zugegeben, um sie haltbar zu machen. So kommt man zur Urtinktur, die in einem zweiten Schritt mit Weinbrand verdünnt und in Flaschen abgefüllt wird. Das sind dann die Vorratsflaschen, auch Stockbottles genannt, die man im Handel kaufen kann. Pflanzen, die nicht im Sommer blühen, werden mit der Kochmethode präpariert. Dazu werden die Blüten ausgekocht und mehrfach filtriert, bevor sie mit dem Alkohol vermischt und abgefüllt werden.

Ungefährlich und unkompliziert
Der Vorteil der Bachblüten-Therapie: Sie hat keine Nebenwirkungen und kann nicht überdosiert werden. Eine Selbstmedikation ist also in der Regel problemlos durchführbar. Außerdem lassen sich Bachblüten begleitend zu vielen anderen Therapien einsetzen ohne diese zu stören. Besonders bekannt sind die so genannte Notfall- oder Rescue-Tropfen, eine Mischung aus fünf Bach-Blüten, die unmittelbar nach seelischen oder körperlichen Schockerlebnissen eingenommen werden. Neben der klassischen Bachblüten-Therapie ist es seit den 70er Jahren zur Entwicklung weiterer Blütensysteme gekommen, am bekanntesten darunter die 72 kalifornischen Blütenessenzen oder die 50 Busch-Blüten-Essenzen aus Australien. Sie gelten gerade bei den Wohlstandskrankheiten, die es zu Lebzeiten von Edward Bach noch gar nicht gab, als besonders wirkungsvoll.

(ecada/Jana Wiesmann)