Ernährungsmärchen: Schädliche Süßstoffe

5872.brauner_zucker.jpgButter hat mehr Kalorien als Margarine, Gemüse aus der Dose ist ungesund, Zucker löst Karies aus – alles Ernährungsmärchen. Besonders hartnäckig halten sich Gerüchte um Süßstoffe: angeblich machen sie süchtig, begünstigen Krebs und fördern Allergien. Wissenschaftlich gesichert sind diese Vermutungen nicht.

Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Acesulfam, Neohesperidin und Thaumatin sind praktisch kalorienfrei, gleichzeitig deutlich süßer als Haushaltszucker. Sie zählen zu den Lebensmittelzusatzstoffen, die am besten untersucht und geprüft sind. Alle zur Zeit zugelassenen Süßstoffe sind gesundheitlich unbedenklich. Sie sind ein idealer Diätbegleiter, um Speckröllchen, Übergewicht und Diabetes mellitus anzugehen, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Susanne Sonntag. Nicht verwechseln sollte man Süßstoffe mit Zuckeraustauschstoffen wie Fruchtzucker, Isomalt oder Sorbit, die keinen kalorientechnischen Vorteil gegenüber Haushaltszucker bieten.

(ecada/Aja Glas)